Nico, Pinocchio und die Fee

Eine kurze Zusammenfassung vereinfacht mittlerweile den Zugang zum Geschehen:

Alle Beteiligten gehen in eine 5. Klasse einer weiterführenden Schule. Vor der Klasse kam es zu folgendem Vorfall: Horst schmiert seiner Schulkameradin Amba ein Kaugummi in die Haare, weil sie seine Zuneigung nicht teilt. Sie merkt dies erst später, sodass es nicht gelingt, das Kaugummi sauber aus ihren Haaren zu entfernen.

Die Klassenlehrerin Frau Hochgeschurz verdächtigt zwei Mitschüler, die am Tisch mit Amba und Horst sitzen. Horst gerät nicht in Verdacht, weil er ein nur positiv auffälliger Schüler mit überragenden Noten ist.

Nico ist einer der Verdächtigen und gilt als Klassenrüpel, dem man alles zutraut. Der andere Verdächtige ist Jannis, der gerne zu den „bösen Jungs“ gehören würde, aber von denen nicht akzeptiert wird, weil er als Klatschmaul gilt.

Beide Schüler verhalten sich im Gespräch mit Frau Hochgeschurz durchaus verdächtig und zeigen dies in beobachtbaren Reaktionen wie Vermeidung des Blickkontakts und Unsicherheit. Nico erscheint aber als wahrscheinlichster Tatverdächtiger und Lügner.

Für die Leser stellt sich heraus, dass Nico zwar lügt, aber nicht der Täter war. Er kennt den Täter Horst, ist aber von diesem bedroht worden, ihn nicht zu verraten. Da es Horst kurz zuvor gelungen ist, den anderen Klassenschreck mit dubiosen Methoden so zu verängstigen, dass dieser vor Angst der Schule fern bleibt, nimmt Nico diese Drohung ernst.

Nico möchte trotzdem nicht als Feigling und Petze gelten und verrennt sich in ein Lügengewirr, indem er einen noch völlig unbeteiligten Schüler aus der Nachbarklasse mit hinein zieht.

Zu Beginn des Kapitels zeigt sich Nico mitgenommen von dem Dilemma, dass er, wenn er nicht die Wahrheit sagt, wohl weiter Hauptverdächtiger bleibt. Im Fall der Wahrheit verliert er seinen „guten“ Ruf in der Klasse und möglicherweise glaubt ihm auch niemand, dass man Horst keine bösen Taten zutraut.

Teil 1: Mimikry und Mimese

Teil 2:Der Verdacht: Wer war der Täter?

Teil 3: Das Horst-Dilemma

Teil 4: Nico, Horst und die Fee (Text:PinNico, MP3: Nico, Pinocchio und die Fee)

Didaktisches auf der nächsten Seite.

Grundsätzlich sollte im Unterricht vorher die Geschichte von Pinocchio kurz gelesen und besprochen werden. Dazu kann gerne die Hördatei hier gelesen werden. Ich selbst habe anhand der Pinocchio-Geschichte kurz Kants Lügenverbot thematisiert, soweit das in der 5. Klasse praktikabel ist. Danach haben wir die negativen Folgen von Lügen anhand von Sprichwörtern herausgearbeitet.

Da ich das Horst-Buch auch im und für den Rahmen meiner Unterrichtspraktischen Prüfung genutzt habe und mancher Leser vielleicht deswegen auf dieser Seite gelandet ist, lässt sich das Vorhaben hier einmal zur produktiven Auseinandersetzung nachlesen:

UPP-Entwurf

Wer das Material dazu haben will, darf sich gerne per Mail bei mir melden.

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